Blankwaffen

Blankwaffen

Blankwaffen im Dritten Reich 

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Blankwaffen, also Degen, Kavalleriesäbel und Bajonette, rar in den Streitkräften moderner Staaten. Auch Deutschland, ab 1933 das sogenannte Dritte Reich, bildete da keine Ausnahme: Nahkämpfe fanden allenfalls noch in Häuserkämpfen statt, die Blitzkriegmethode war jedoch eine völlig andere Angriffstaktik als noch der Stellungskrieg mit Kämpfen Mann gegen Mann im Schützengraben. Dennoch kamen den Blankwaffenandere, besondere Bedeutungen zu.

Der Dolch

Ein Ehrenzeichen der SA/SS

Die Waffen- und Totenkopf-SS war die Leibstandarte Adolf Hitlers und folgte dem ideologischen Okult Heinrich Himmlers. Dieser wollte die SS zu einer modernen Truppe germanischer Krieger heranbilden – dafür bedurfte es auch des notwendigen Repertoires. So gab es verschiedene Dolche, welche SS-Angehörigen verliehen wurde. Grundsätzlich bekam jeder endgültig in die SS aufgenommene einen Dolch, welcher gut 30 Zentimeter lang war, das Aussehen entsprach sehr den europäischen Dolchen des Mittelalters: Eine nach unten schmaler werdende Klinge mit einem runden Griff und aufgesetztem Knauf. Auf der Klinge stand der SS-Wahlspruch: „Meine Ehre heißt Treue“.

Schutzstaffelmitglieder, welche bereits vor 1933 in der Einheit gedient hatten, erhielten einen besonderen Ehrendolch. Generell wurde der Ehrendolch zur dunklen Augehuniform getragen. Einen Ehrendolch kannte man auch bei der Wehrmacht ab 1935, war dieser hier jedoch weniger nach germanischen Gesichtspunkten verziert und nur von Offizieren getragen. Befestigt wurde der Dolch mit zwei silbernen Kordeln, die Klinge war dünner als der geriffelte, helle Griff, an welchem sich ebenfalls Kordeln befanden. Den Griff zierten unterdess Reichsadler mit Hakenkreuz in den Klauen.

Degen und Säbel

Anders als der Dolch, welcher aus germanischer Zeit abgeleitet und dementsprechend mit Runen und Totenköpfen verziert war, waren Säbel und Degen noch bis in den Ersten Weltkrieg hinein Blankwaffen im Feld – wenn diese auch nur der Kavallerie und Offizieren vorbehalten waren. Einfache Infanteristen trugen auf den Karabiner aufgepflanzte Bajonetts als Blankwaffenfür den Nahkampf mit sich. In ganz Europa dienten Säbel und Degen danach als Paradewaffen und wurden zu feierlichen Anlässen getragen. Auch in der SS gab es Ehrendegen, jedoch war der Dolch hier der Standard unter den Paradewaffen. Bei der deutschen Wehrmacht wurde generell ein Einheitsdegen als Blankwaffe zum großen und kleinen Dienstanzug getragen. Der Degen für Mannschaftssoldaten und Unteroffiziere war mit einem grau-braun-schwarzem Band um den Griff herum verziert, der Bügel, welcher Griffober- und unterseite verband, war schlicht metallisch.

Menu Title